Samstag, 16. September 2017

Christina Niederkofler: Apfel, Traube, Kastanie

Christina Niederkofler:  
Apfel, Traube, Kastanie
Eine volksmedizinische Sammlung aus Südtirol mit Rezepten für Hausapotheke und Küche 


„Eure Nahrungsmittel seien eure Heilmittel und eure Heilmittel seien eure Nahrungsmittel.“ 
Paracelsus 

In Südtirol sind wie in allen Alpenländern viele Traditionen erhalten geblieben. Brauchtum, Kleidung, Heilwissen. Gerade um Heilwissen, aber auch Ernährung handelt dieses schön gestaltete Buch zum Thema Apfel, Traube und Kastanie, das schon vom Erscheinungsbild und Layout eine Zierde für jeden Tisch, besser noch jede Küche, ist.


Apfel, Traube und Kastanie schmecken nicht nur gut, sondern sind auch gesund. Christina Niederkofler hat alte Texte, überlieferte Rezepte und viele Anwendungsformen von vielen Volksheiler, Volksmedizinern und Heilkundigen gesammelt, durchsucht und ist fündig geworden. Kommentiert und übersichtlich zusammengefasst sind sie hier nachzulesen. Ob bei Darmerkrankungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Grippe oder Hautproblemen – die kostbaren Inhalts-stoffe dieser Früchte helfen. Auch bei Kosmetika und Badezusätzen entfalten sie ihre Wirkung.

Eine Schatzkiste voll altem Heilwissen!
Der Apfel hilft beim Einschlafen, er verleiht schöne straffe Haut und als Apfelessig hilft er bei der Gewichtsabnahme. Wer sich einen Liebsten wünschte, verbrannte Apfelbaumholz im Ofen.

Die Traube hat stärkende, aufbauende, blutbildende und -reinigende Eigenschaften und ihre Kerne sind das stärkste bisher bekannte Antioxidans. Eine Lauge, hergestellt aus der Asche von Blättern und Ranken der Rebe, gilt als vorzügliches Waschmittel für schlimme Wunden, eitrige Geschwüre und Hautunreinheiten. Und Wein gehört einfach zum Leben dazu.

Die Kastanie hilft bei allen Formen von Schwächezuständen, sie kräftigt und lindert Durchfall. Feuer und Räucherung mit Holz, Blatt und Blüte der Edelkastanie verbreiten eine besänftigende Milde und süße Wärme, beruhigen den Geist und erfüllen das Herz mit sanfter Freude.

Zum Hineinschnuppern: Hier eine kleine Auswahl von Rezepten aus dem Buch „Apfel, Traube, Kastanie“:

Gegen Migräne:
Apfelknospenöl
20 g frische Apfelblütenknospen in 100 ml Olivenöl ansetzen und eine Woche lang auf die sonnige Fensterbank stellen. Dann abfiltern und vor dem Schlafengehen die Schläfen damit sanft massieren.

Für eine Blutreinigungskur und als vorzügliches Anti-Aging-Mittel
Knoblauchwein
Zwölf Knoblauchzehen werden geschält, geviertelt und zusammen mit 500 ml Rotwein in ein Glas gegeben. Dieses stellt man dann für zwei Wochen an einen dunklen und warmen Ort. Danach wird der Auszug abgefiltert und kühl gelagert. So ist er etwa drei Monate haltbar.
Es empfehlen sich eine Kur mit Knoblauchwein im Frühjahr und eine im Herbst. Hierfür nimmt man einen Monat lang täglich einmal zwei Teelöffel nach dem Essen ein.

Gegen Erkältungen:
Niederkoflers Wintertee
300 g Edelkastanienblüten, je 150 g Pfefferminze, Ringelblumen, Melisse, Rosenblütenblätter und Holunderblüten, je 100 g Johanniskraut, Lindenblüten und Zitronenverbene, je 50 g Kamille, Schachtelhalm, Betonienkraut und Fichtentriebe, je 10 g Arnikablüten, Süßkraut (Stevia) und verschiedene Kleeblüten.

Eine basische Suppe mit allen wichtigen organischen Mineralien und Vitaminen:
Eine-Minute-Edelkastanien-Suppe
Einen Esslöffel Maronenmehl rührt man mit etwas kaltem Wasser glatt, gießt den Brei mit Wasser auf und lässt alles einmal aufwallen. Gewürzt wird mit etwas Vollmeersalz, fein gerebeltem Majoran und Gemüsebrühwürze.


Mit enthalten sind in dem Buch Rezepte und Tipps für Hausapotheke und Küche von Hildegard von Bingen, Maurice Mességué, Kräuterpfarrer Weidinger und vielen mehr. Verwenden kann man alles von den Pflanzen, nicht nur die Frucht. Auch Blüte, Rinde, Kerne, Blätter haben ihre Wirkungen. Interessant ist auch der reiche Zitatenschatz, bis hin zu „Gebratene Kastanie macht die Natur geil und unkeusch“ des italienischen Arztes Pietro Andrea Mattioli aus dem 16. Jahrhundert. Nützlich ist auch das Register am Schluss des Buches.
  

Zur Autorin:
Christina Niederkofler, Jahrgang 1949. Ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin, 
Weiterbildung in den Bereichen Natur- und Kräuterheilkunde, Volksmedizin, Homöopathie und Spagirik, Vortrags- und Seminartätigkeit für 
vitalstoffreiche Vollwerternährung, Umgang mit Heilkräutern und mit Selbsterfahrung und Persönlichkeitsbildung in der Natur, Geschäftsführerin von ALLEGRIA & Co KG – Schulung und Beratung in gesunder Lebensführung, Autorin von „Die Kraft der Kräuter – Vom Umgang mit Heilpflanzen“.



Christina Niederkofler: Apfel, Traube, Kastanie. Eine volksmedizinische Sammlung aus Südtirol mit Rezepten für Hausapotheke und Küche. 156 Seiten. Zahlreiche Fotos. Hardcover. Format: 12,5 × 17 cm. Edition Raetia, Bozen, 2017. ISBN: 978-88-7283-608-8. Euro 14,90. Auch als E-Book erhältlich.
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

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